Fred Raymond

Künstlerportrait und Werkverzeichnis

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Dann die Operetten-Er­folgsserie am Metropol-Theater, Berlin: 1934 'Lauf ins Glück', 1935 'Ball der Nationen', 1936 'Auf großer Fahrt' und 'Marielu'. 1937 sein größter Erfolg: 'Maske in Blau'. Der Librettist Heinz Hentschke (1895-1970) vermerkte stolz, dass es keine Stadt in Deutschland gebe, wo diese Operette noch nicht aufgeführt worden sei. Viele Lieder daraus wurden Evergreens: Die Juliska, die Juliska aus Buda-Budapest — Sassa - Ja, das Temp'rament — Frühling in San Remo — Am Rio Negro—Im Gegenteil—Schau ei­ner schönen Frau nie zu tief in die Augen. Ein Jahr später, am Sylvesterabend 1938, kam am Stadttheater Kiel die nächste Erfolgs-Operette heraus: 'Sai­son in Salzburg'. Unter den 21 Liedern und Tänzen dieses Bühnenwerkes wur­de einer zur programmatischen Schlag­zeile: Und die Musik spielt dazu.

Dieses und noch ein weiteres Lied aus der Operette erhielten einen besonderen Akzent durch eine junge Künstlerin, die damals frisch nach Deutschland kam: Rosita Serrano, die "chilenische Nachti­gall". Sie nahm das schmissige Und die Musik spielt dazu und den Ländler Wenn der Toni mit der Vroni in ihr Repertoire auf und verhalf den beiden Liedern durch ihren temperamentvoll kapriziösen Vortrag zum Sensations-Erfolg. Die Liedertexte stammten von dem damals sehr erfolgreichen Dichter Kurt Feltz (1910-1982), mit dem Fred Raymond im Jahr darauf seine nächste Operette 'Das Bett der Pompadour' im Berliner Kabarett der Komiker herausbrachte. Die gute Zusammenarbeit führte auch noch zu der Operette 'Die Perle von Tokay', 1941.

Doch dann war die Erfolgsserie erst einmal unterbrochen. Fred Raymond war schon vorher zur Wehrmacht eingezogen worden. Dort schrieb er 1942 einen Schlager, der zunächst wie ein "Durchhaltelied" er­schien, später, "gegen Ende 1944 in Deutschland so etwas wie eine Anti-Na­tionalhymne wurde "Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei“.

Biographie