Fred Raymond

Künstlerportrait und Werkverzeichnis

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Zunächst gab es Annerkennung von höchster Kulturstelle für diesen „Besänftigungsschlager“. Als dann aber der von Fred Raymond selbst auf diese Zeile pro­vozierte Spottreim "Es geht alles vorü­ber, es geht alles vorbei, sogar Adolf Hit­ler und seine Partei" so sehr um sich griff, dass die Partei davon erfuhr, wurde dieses Lied umgehend verboten. Raymond selber passierte glücklicherweise nichts, aber er erhielt vom Reichspropaganda-Ministerium den Auf­trag, eine "Durchhalte"-Operette zu komponieren.


Befehlsgemäß zog er sich mit zwei Librettisten aufs Land zurück und machte sich an die Ar­beit. Ausgerechnet ihm, der von Einfal­len nur so sprudelte, fiel und fiel nichts ein. Und als dann wirklich alles vorüber war, kehrte er über Prag in seine Heimat Österreich zurück, arbeitete und lebte  zunächst in Wien und Salzburg als Hauskomponist des Österreichischen Rundfunks, des späteren ORF.


In Deutschland lagen fast alle großen Städte in Schutt und Asche. Berlin war ein Trümmerhaufen. Aber in Hamburg hatte sich so etwas wie eine Kulturmetropole gebildet. Künstler-Freunde, die dort bereits Fuß gefasst hatten, bewegten ihn, seinen Wohnsitz ebenfalls dorthin zu verlegen.


Am 20. Februar 1948 kam am Flora-Theater in Hamburg seine neue Operette 'Konfetti' heraus. 1949 gab es gleich drei Bühnenwerke: das Musikalische Lust­spiel 'Wohin mit der Frau?' in Schles­wig, die Operette 'Flieder aus Wien' in Kassel und die Musikalische Komödie 'Romanze im Schloß', wieder in Ham­burg am Deutschen Schauspielhaus.




Biographie